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An diesem Donnerstag ging des in der Sendung von Markus Lanz unter anderem um das Thema Inflation. Hier gerieten die Journalistin Ulrike Herrmann und Frank Thelen heftig aneinander. Einen Ausschnitt hieraus könnt ihr Euch hier ansehen: Ulrike Herrmann versus Frank Thelen bei Markus Lanz – YouTube

Demzufolge vertrat Frau Herrmann die Ansicht, dass das wilde Gelddrucken der EZB überhaupt kein Effekt auf die Inflation habe. Sie sagte, auch in dieser Sendung, dass es überhaupt kein Staatsschuldenproblem gebe und die aktuelle Inflation nur die durch Putin verursachte Energieknappheit verursacht wurde. Weiterhin führte Frau Hermann aus, dass die Geldtheorie vom Nobelpreisträger Milton Friedman keinen Bestand habe und die Aussage, dass das Gelddrucken zu Inflation führe, längst widerlegt worden sei.

Für uns als Unternehmer ist diese Aussage dieser Journalistin nicht nachvollziehbar. Denn natürlich druckt die EZB in den letzten Jahren massivst Geld und erweitert ihre Bilanzsumme. Dieses Geld wandert in den Markt und trifft auf ein konstantes oder durch die Desynchronisierung der Lieferketten auf ein reduziertes Güterangebot. Somit steigen aktuell die Verbraucherpreise. ABER: Die Politiker und Journalisten möchten uns glauben lassen, dass es in dem letzten Jahrzehnt de facto kaum Inflation gab. Dies ist jedoch völlig falsch! Die EZB befeuerte mit ihrem Niedrigzins und der deutlichen Ausweitung der Geldmenge die sog. „Asset-Preisblasen“, das heißt, den deutlichen Anstieg der Immobilienpreise, der Aktienbewertungen usw. Diejenigen, die bereits in Sachwerte investiert waren, konnten die Preise für diese Positionen im letzten Jahrzehnt und am Anfang dieses Jahrzehnts konstant steigen sehen. Dies bekräftigt auch der Star-Buchauto Mark Friedrich:

marc friedrich auf Twitter: „Immobilienpreise steigen weiter dank der Druckerpresse der #EZB. Die EZB wird mit ihrer ultralockeren Geldpolitik die grösste #Immobilienblase aller Zeiten erschaffen. Immer weniger Menschen können sich adäquaten Wohnraum leisten. @Isabel_Schnabel @Lagarde erkaufen teuer Zeit https://t.co/tsWHjt8GIB“ / Twitter

Die Bilanzsumme der EZB und somit die gesamte Geldmenge im Eurosystem ist im Folgenden dargelegt:

EZB-Bilansumme, präsentiert von schoene-rente.de

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Was können Sie also tun? Aktuell sieht es nicht so aus, als ob die EZB ihre deutliche Politik der Geldmengenausweitung verändern würde. Dies bedeutet, dass Anleger nach unserer persönlichen Überzeugung (ACHTUNG: keine Finanzanlageempfehlung!) entweder in Anlage ausländischer Währungen investieren, mit denen sie sich wohler fühlen, beispielweise im Währungsraum des Schweizer Franken oder US-Dollars.

Als Rentner haben sie eingeschränkte Möglichkeiten. Sie erhalten Ihre Rente in EURO und müssten, sofern Sie im Ausland außerhalb des EURO-Währungsraums verweilen, womöglich Währungsverluste hinnehmen. Dies sieht man aktuell sehr deutlich am Wechselkurs des EURO – US-Dollar, der sich von 1=1 entwickelt hat und in der Vergangenheit für einen EURO ca. 1,6 US-Dollar bekam. Sofern Sie also in den Vereinigten Staaten leben und eine EURO-Rente beziehen, können Sie sich für das gleiche Geld infolge der Währungsabwertung weniger leisten.

Was sollten also Rentner tun, um der Inflation zu trotzen?

Die ideale Lösung wäre, dass Rentner

  • innerhalb des Euro-Raums oder in Länder mit einem festen Wechselkurs zum Euro auswandern.

Damit der Effekt nicht eintritt, dass Sie mit Ihrer stabilen Rente in Euro sich über einen bestimmten Zeitraum weniger leisten können, weil der Euro gegenüber der anderen Währung abwertet, sollten Sie in Länder des Euro-Raums oder in Länder mit einem festen Wechselkurs zum Euro, beispielsweise Bulgarien, ziehen.

  • in Länder auswandern, die eine geringere Steuerbelastung haben

Gerade bei der Mineralölsteuer wird ersichtlich, dass der Liter Benzin nicht so hoch sein muss. Es gibt Länder außerhalb von Zentraleuropa, die eine vergleichsweise niedrige Steuerbelastung haben, so dass Preiseffekte beispielsweise durch eine niedrigere Umsatzsteuer im Vergleich zu Deutschland und Frankreich leicht abgemildert werden. Schauen Sie sich die Steuerbelastung in den relevanten Ländern an.

  • in Länder auswandern, die ein geringeres Preisniveau als in Deutschland haben

Hier ist gemeint, dass andere Länder längst nicht so hohe Energiekosten in Vergleich zu Deutschland haben. Dies bezieht sich auch auf das Lohnniveau. Wenn das Lohnniveau niedriger ist, ist dies leider nicht positiv für die dort arbeitende Bevölkerung, jedoch können Sie mit Ihrer deutschen Rente mehr Produkte und Dienstleistungen kaufen im Vergleich zu Deutschland, wo das Lohnniveau höher ist und diese Kostenposition in den Produkt- oder Dienstleistungspreisen enthalten ist.

Drehen Sie nicht länger den Euro mehrmals um, bevor Sie ihn in Deutschland ausgeben! Wandern Sie in Länder aus, in denen Sie eine höhere Kaufkraft haben. Dies ist unter anderem eine Methode, der hohen Inflation zeitweise zu entkommen.

Wie sehen Sie diesen Sachverhalt? Schreiben Sie uns gerne Ihre Kommentare!

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